Stegen
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Stegen im Dreisamtal
Die im Siedlungsgürtel von Freiburg im Breisgau im oberen Dreisamtal gelegene Gemeinde liegt ungefähr 8 km östlich von Freiburg und wird vom Eschbach (ein Dreisamzufluss) durchflossen. Dort breitet sie sich nördlich des Zusammenflusses von Rotbach und Wagensteigbach zur Dreisam aus.
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Stegen liegt auf der Sonnenseite des Dreisamtals und ist einwohnermäßig durch seine Neubaugebiete im Kirchzartner Becken zur zweitgrößten der vier Dreisamtalgemeinden Buchenbach, Kirchzarten und Oberried geworden. Dass die Gemeinde eine wohlhalbende Gemeinde ist, mag auch dem früheren Bürgermeister und Ehrenbürger Pius Rebmann zu verdanken sein, dessen sympathische Art die Gräfin zu Kageneck veranlasste, der Gemeinde große Ländereien zu überschreben. Stegen verfügt über einige Sehenswürdigkeiten, darunter das Schloss Weiler von 1663, die Schlangenkapelle im Wittental, das Rechtenbach, die Barockkirche in Eschbach, die Gehörlosenschule und das Gymnasium "Kolleg St.Sebastian".
Der Hauptort Stegen gliedert sich weiter in die Ansiedlungen Stegen, Weiler, Ober- und Unterbirken sowie Rechtenbach. Den ursprünglichen Kern bildete die Herrschaft Weiler. Seit dem 14. Jahrhundert lag diese bei verschiedenen vorderösterreichische Adelsfamilien bis die Freiherren und späteren Grafen von Kageneck als letzte Grundherren in das Dreisamtal kamen. Im Jahr 1810 wurde der Ort dem Großherzogtum Baden zugeordnet und zunächst dem Stabsamt St. Peter und 1819 dem Landamt Freiburg zugeteilt. 1890 wurde schließlich Rechtenbach, das noch den Schnewlin von Landeck gehörte, mit Stegen vereinigt.
Das Eschbachtal mit seinen Seitentälern wurde 1112 erstmals erwähnt und gehörte zu einem Teil dem Kloster St. Peter auf dem Schwarzwald. Der zweite Teil, zuerst Dinghof des Klosters Einsiedeln, gelangte schließlich an die Freiherren von Sickingen bis sie ihren Besitz 1808 an das Land Baden verkauften. Die beide Teile Eschbachs wurden 1811 zu einer Gemeinde im Landamt Freiburg vereinigt.
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Zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurde aus den Ansiedlungen Attental, Wittental und dem Baldenwegerhof die Gemeinde Wittental geschaffen. Erstmals erwähnt wurden Ober- und Unterwittental im 13. Jahrhundert im Besitzverzeichnis des Klosters St. Märgen. Die Herrschaft kam Ende des 16. Jahrhunderts an die Freiherren von Sickingen-Hohenburg. Wittental bildete mit Zarten einen Gemeindeverband bis 1813 die Vereinigung Attentals mit Wittental erfolgte.
Der Gemeinde Stegen wurde nach der Gemeindegebietsreform 1977 die Wappenurkunde für das ein Wappen verliehen: In Gold (Gelb) eine entwurzelte Esche mit schwarzem Stamm und grüner Krone, worin drei goldene (gelbe) Äste in Form von Eschenblättern, vor dem Stamm ein durchgehender roter Bohlweg (Steg). Die Esche steht für den Ortsteil Eschbach, symbolisiert aber auch den gleichnamigen Bach, der das Gemeindegebiet in ganzer Länge durchzieht. Der Bohlweg oder Steg - der bereits von der alten Gemeinde Stegen als Siegelbild verwendet wurde - erinnert an die hölzernen Wege durch das sumpfige Gelände am Ausgang des Eschbachtals. Sie gaben einst den Höfen oberhalb des Meierhofs Weiler den Namen, der heute für die gesamte Gemeinde gilt.
Schlangenkapelle in Stegen
Vom Waldcafé Faller im hinteren Attental (Wittental) im Dreisamtal führt ein Waldweg zu einer kleinen, beinahe unscheinbaren Kapelle. Sie liegt auf einem Bergsporn und oberhalb des Henslehofes. Mit der Schlangenkapelle verknüpft sich die Sage von einer Schlangenplage, die hier vor langer Zeit gewütet haben soll. Der Henslehof und das ganze Tal sollen von giftigen Ottern und Nattern heimgesucht worden sein. Trotz vielerlei Bemühungen wollte die Plage kein Ende nehmen.
Da gelobte man, der Jungfrau Maria eine Kapelle zu bauen. Im selben Moment verschwanden die Reptilien. Die dankbaren Bewohner setzten ihr Versprechen sofort in die Tat um und bauten eine kleine Kapelle mit einem kleinen Altärchen. Darauf steht noch heute eine Madonna mit Jesuskind, die auf einer von einer Schlange umwundenen Weltkugel steht.
Noch im ausgehenden 19. Jahrhundert fand am 2. Februar (Mariä Lichtmeß) eine Zeremonie einer Schlangenaustreibung statt. In der Kapelle wurden mehrere Rosenkränze gebetet, und schließlich zog der Bauer dreimal eine Kette um die hintere Hofeinfahrt, um dem Gewürm symbolisch den Eintritt in Haus und Hof zu verwehren.
Hotels & Ferienwohnungen in Stegen bei Freiburg
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